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letztenmal wurde die „Berberich-Fassung“ im Jahre 1920
aufgeführt. 1924 bat der Götzner Katechet Franz Bertschler
seinen Studienfreund Dr. Albert Drexel einen neuen Text für die
Passionsspiele in Götzis zu verfassen. Die erste Aufführung
der neuen Fassung im Jahre 1925 gestaltete sich zu einem großartigen
Erfolg.
Dr. Drexel gelang es, die Passion - statt der bis dahin eher derben
und einfachen, oft zu realistischen Szenenfolgen - in ein anspruchsvolles
Mysterienspiel zu „verwandeln“. Die Erlösung der
Menschen durch Christus wurde wieder zum großen Geheimnis.
In den Jahren 1925, 1930/31 unter Katechet Franz Bertschler und
1935 unter Katechet Johann Eiler wurde die Drexel-Passion mit begeisterndem
Erfolg aufgeführt. Bis zu 150 Personen waren schon damals an
den Spielen beteiligt. Jede Aufführung dauerte damals fünf
Stunden.
Nach dem 2. Weltkrieg bemühte sich Pfarrer Jakob Gut, die
Götzner Passionsspiele wieder aufleben zu lassen. Doch es war
eine andere Zeit mit anderen Ansprüchen angebrochen. Der Text
von Dr. Drexel schien den Nachkriegsohren nicht mehr zeitgemäß.
In dieser Zeit schien auch das Laienspiel an Beliebtheit eingebüßt
zu haben. Jedenfalls waren die schauspielerischen Fähigkeiten
für das „moderne“ Publikum nicht mehr gut genug,
wodurch das Bestreben von Pfarrer Jakob Gut wohl von Anfang an zum
Scheitern verurteilt war.
Erst 1955 konnten die Passionsspiele in Vorarlberg - damals in
Thüringen - wieder eine Premiere erleben. Den Aufführungen
unter Pfarrer Bertschler war durchaus viel Erfolg beschieden. Dennoch
sollte 1959 dann die vorläufig definitiv letzte Passion gespielt
werden. |